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Entwicklungen von ABS in Deutschland und Europa

Im Jahr 1987 wurde in Großbritannien erstmals eine Forderungsverbriefung in Europa durchgeführt. Wie die Grafik zeigt, wird auch heute noch die Mehrheit an europäischen ABS-Transaktionen im Vereinigten Königreich durchgeführt.

Abbildung 4: ABS-Markt: Anteile in Europa nach Ländern

Abbildung 4: ABS-Markt: Anteile in Europa nach Ländern

Die Entwicklung von ABS ging in Deutschland zur zögerlich voran. Ein Grund hierfür war zum einen der in Deutschland schon lang etablierte und geschätzte Pfandbrief, der in seiner Ausgestaltung Ähnlichkeiten mit Mortage Backed Securities aufweist. Der Pfandbrief genoss und genießt jedoch, unter anderem aufgrund eindeutiger gesetzlicher Regelungen (Hypothekenbankgesetz), bei Emittenten und Investoren hohes Ansehen. Zum anderen bestanden anfangs Bedenken der damaligen Aufsichtsbehörde, das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred), heute BaFin, gegen die Forderungsverbriefung. Das BAKred sah die Gefahr, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und Bank dadurch gestört werden könnte. Auch hegte die Behörde die Sorge, dass sich durch die Verbriefung größere Kreditvolumina im Nichtbankenbereich bilden könnten. Im November 1990 informierte dann eine deutsche Tochtergesellschaft der Citibank das BAKred über ihre Absicht, eine ABS-Transaktion durchführen zu wollen. Entgegen dem Wunsch der Aufsichtsbehörde, diese Transaktion nicht durchzuführen, wurden seitens der Bank Teile des Ratenkreditvolumens mit der Absicht der Verbriefung an eine Zweckgesellschaft mit ausländischem Sitz übertragen. Unter diesem Eindruck verschoben andere Banken, die eine derartige Transaktion ebenfalls geplant hatten, ihre Vorhaben. Erst 1995 kam es dann wieder zu einer ABS-Transaktion in Deutschland. Unter anderem aufgrund der positiven Erfahrung mit ABS-Transaktionen aus dem Ausland gab das BAKred im Jahr 1997 seine ablehnende Haltung auf. Mit dem Rundschreiben 4/97 schuf das BAKred aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen für die Durchführung von ABS-Transaktionen. Der ABS Markt zeigte ab dem Jahr 2000 positive Entwicklungen. Allein im Jahr 2005 wurde ein Transaktionsvolumen in Höhe von 35 Mrd. Euro ausgewiesen, dieses Volumen wurde durch 26 Einzel-Transaktionen erzielt. Das durchschnittliche Volumen je Transaktion liegt somit bei 1,35 Mrd. Euro.

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