Fordern Sie Ihr unverbindliches Angebot an ›› Und was können wir für Sie tun?

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail (Pflichtfeld)

Ihre Telefonnummer

 Ich bitte um Rückruf.
 Ich bitte um ein unverbindliches Angebot.

captcha

Betreff

Ihre Nachricht

Corporate Finance: Factoring-finanzierter Aktienrückkauf

Viele Konzerne operieren mit einer zu geringen Eigenkapitalquote, aber auch eine zu hohe Ausstattung mit Eigenkapital kann zum Problem werden. Aus Sicht des Shareholder-Values und der Kennzahlenoptimierung stellt Factoring ein effizientes Instrument zur Refinanzierung eines Aktienrückkaufprogramms dar.

Der folgende Beitrag skizziert die Nutzung von Factoring im Rahmen des aktiven Forderungsabbaus im Kontext eines Aktienrückkaufprogramms. Bei dem zugrunde liegenden Unternehmen handelt es sich wieder um einen Fall aus unserer Praxis. Bisher sind die folgenden Beiträge in unserer Serie „Factoring aus Sicht unterschiedlicher Finanzierungsanlässe“ erschienen:

  1. Factoring zur Wachstumsfinanzierung
  2. Factoring und Sanierung: Liquiditätsquellen ausschöpfen
  3. Factoring und ABS (Asset Backed Securities): Vergleichsrechnung
  4. Corporate Finance: Factoring-finanzierter Aktienrückkauf

Firmenprofil

Unser Mandant ist ein börsennotierter und international agierender Technologieausrüster. Der Jahresumsatz beträgt 225 M€ und wird zu 90% im Ausland erwirtschaftet.

Ausgangssituation

Als Folge des hohen Exportanteils wurde der Vorstand auf Aktionärstreffen, Hauptversammlungen und Analystentreffen wiederholt auf den sehr hohen Forderungsbestand in Höhe von 47 M€ angesprochen.

Eine Reduzierung des Forderungsbestandes durch ein verbessertes Debitorenmanagement wäre allerdings kaum bis gar nicht umsetzbar gewesen, da in den Zielmärkten (China, Russland, etc.) deutlich längere Zahlungsziele als normal angesehen werden. Ein Verkauf der Forderungen an einen Factor wäre eine weitere Option gewesen, provozierte aber Fragen hinsichtlich der optimalen Verwendung der gewonnen Liquidität im Interesse der Aktionäre, denn das Unternehmen verfügte mit 22 M€ bereits über eine komfortable Cash-Position. Auch im operativen Geschäft war die AG ausreichend finanziert.

Tec7 wurde mit einer Analyse beauftragt, wie sich ein factoringfinanziertes Aktienrückkaufprogramm auswirken könnte.

Aktienrückkauf (Erwerb eigener Aktien)

Im Jahre 1998 wurde im Aktiengesetz der § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ergänzt. Seit diesem Zeitpunkt ist es auch deutschen Aktiengesellschafen möglich, eigene Aktien zurück zu kaufen. Die dahinterstehenden Motive sind vielfältig und reichen vom Liquiditätsabbau über die positive Signalwirkung an die Märkte bis hin zur Nutzung als Instrument der Kapitalstrukturgestaltung.

Der Erwerb eigener Aktien stellt damit eine Alternative zu Dividendenzahlungen dar. Positiv beeinflusst werden dabei maßgeblich zwei Kennziffern: Gewinn pro Aktien (EPS, Earnings per Share) und Eigenkapitalrentabilität.

Analyse und Umsetzung

In einer früheren Hauptversammlung wurde bereits ein Vorratsbeschluss zum Aktienerwerb genehmigt. Damit war die AG ermächtigt bis zu 10% der eigenen Anteile zu erwerben. Zum aktuellen Kurs von 19,50 € war dafür eine Liquidität in Höhe von 16,2 M€ notwendig.

Durch eine Segmentierung des Umsatzes wurde der Forderungsverkauf so gestaltet, dass dabei ca. 16 M€ Liquidität generiert wurden. Die geschätzten Kosten lagen dabei bei ca. 3,0% p.a.

Durch den anschließenden Aktienrückkauf reduzierte sich die Anzahl der Aktien von 8,3 Mio. auf 7,26 Mio Stück. Der Gewinn wurde um die die Kosten für den Forderungsverkauf verringert und verteilte sich auf die geringere Aktienanzahl. Dadurch erhöhte sich der Gewinn pro Aktie (EPS) von 2,38 € auf 2,59 €. Durch das reduzierte Eigenkapital stieg die Eigenkapitalrentabilität von 23,7% auf 28,8%.

Status quo Parameter Abschluss 2012 Bemerkung
Anzahl Aktien 8.300.000
Kurs 19,50 €
EBT 27.572.000 €
Ergebnis nach Steuer 19.713.000 €
Dividende 0,98 € pro Aktie
EPS  2,38 €
KGV 8,21
Market Cap 161.850.000 €
Aktienanzahl Rückkauf 10% 830.000
Liquidität Rückkauf 16.185.000 €
Zinsen Rückkauf 3,00% 485.550 €
Bilanzielles EK 83.333.000 €
Bilanzsumme 177.798.000 €
EK-Rentabilität 23,7% nach Steuer
ROI 11,1%
Status neu    
Anzahl Aktien 7.470.000
EBT 27.086.450 €
Ergebnis nach Steuer 19.365.849 € bei gleicher Steuerquote
EPS  2,59 €
Kurs 21,29 € bei konstantem KGV
Bilanzielles EK 67.148.000 €
Bilanzsumme 161.613.000 €
Einsparung Dividende  813.400 €
EK-Rentabilität 28,8% nach Steuer
ROI 12,0%
Kurspotenzial 9,15% bei konstantem KGV

Fazit

Während viele Konzerne mit zu geringen Eigenkapitalquoten kämpfen, kann auch eine zu üppige Ausstattung mit Eigenkapital ein Problem darstellen. Für bonitätsstarke Aktiengesellschaften mit zu hoher Liquidität, die für ein angemessenes Wachstum des Unternehmens nicht benötigt wird, bietet sich ein Erwerb eigener Anteile an. Zum einen kann auf diese Weise die Kapitalstruktur optimiert werden, zum anderen sendet ein Aktienrückkauf ein positives Signal an die Märkte und führt i.d.R. zur Steigerung des Shareholder-Value.

Factoring stellt ein probates Mittel zur Refinanzierung des Rückkaufs und Kennzahlenoptimierung dar.

Steckbrief Finanzierung

  • Finanzierungsanlass: Aktienrückkauf
  • Volumen: 17,0 M€
  • Produkte: Factoring
  • Konditionen: auf Anfrage
  • Bearbeitungszeit: 3,0 Monate
  • Transaktionskosten : ca. 0,35% des Finanzierungsvolumens

Kontakt und Referenz

auf Anfrage, Werner Weiß, Telefon:  089 / 28890-120, Email: RSVP@tec7.net

Keine Kommentare mehr möglich.